Der Animus ist der Archetypus des
Seelenlebens und des Männlichen.
Er verkörpert alle männlichen Qualitäten:
Abenteuerlust, Macht, Tüchtigkeit, Kommunikation, Begeisterung, Stärke,
Flexibilität, Ekstase, Bereitschaft, Charisma, Gehorsam, Schutz, Licht,
Inspiration = göttl.
Führung,
Einfachheit, Erleuchtung, Geduld, Zuversicht, Güte, Fülle, Wunder,
Geben, Weisheit, All-Bewusstheit, Zielstrebigkeit, Bildung/Lernen,
Heilung, Wahrheit,
Disziplin, Gerechtigkeit, Klarheit, Konzentration, Achtsamkeit,
Selbstbewusstsein, Hoffnung, Aufrichtigkeit.
Die Inkarnation des Adam erschuf das Urbild des unerlösten Animus auf
Erden.
Die Inkarnation der Lilith erschuf das Urbild der unerlösten Anima auf
Erden.
Die Anima entwickelt sich in der Auseinandersetzung des Mannes mit der
Mutter oder weibl. Bezugspersonen und enthält alle Erfahrungen der
weiblichen Ahnenreihe. Sie
repräsentiert die weibliche Seite des Mannes.
Bei negativen Erfahrungen = negative Prägung:
Depressive Verstimmungen, Launenhaftigkeit, Unzufriedenheit, Reizbarkeit,
übertriebene emotionale Reaktionen, Überempfindlichkeit,
Besessenheitszustände, Kontrollver-
lust, Vernachlässigung, Selbstablehnung.
Solch eine Anima flüstert dem Mann zu. Er sei unzulänglich > Folgen=
Angst vor Impotenz, Lebensmelancholie, Einsamkeit, tiefe Depression.
Die Anima realisiert sich jedes Mal, wenn der Mann einer Frau begegnet.
Eine negative Anima muss bearbeitet werden. Es muss erkannt werden, dass
sie sich vom wahren Ich unterscheidet. Die Projektion auf andere Menschen
muss
zurückgenommen
werden, dann kann sie sich nicht mehr zerstörerisch auswirken.
Der Animus als Pendant zur Anima entwickelt sich in der Auseinandersetzung
der Frau mit dem Vater oder männl. Bezugspersonen und enthält alle
Erfahrungen der männ-
lichen Ahnenreihe. Er repräsentiert die männliche Seite der Frau.
Bei negativen Prägungen: feste, unabänderliche Überzeugungen, Überzeugun
gen werden mit einer gewissen Gefühlskälte und Eigensinnigkeit
vertreten.
Neigung
zu Hochmut,
Herablassung, Kampf, Machtausübung, Kontrolle etc.
Ein negativer Animus flüstert der Frau zu, dass sie ein hoffnungsloser
Fall sei, dass sich sowieso nichts ändert > Hoffnungs- und
Sinnlosigkeit im Leben.
Positiver
Aspekt: schöpferische Qualitäten, Initiative, geistige Klarheit etc.
Ein negativer Animus realisiert sich jedesmal, wenn eine Frau einen Mann
begegnet > Projektion. Dieser negative Animus muss ebenfalls bearbeitet
werden, da er sich sonst
zerstörerisch auswirkt.
Wird die Anima unterdrückt – also Intuition, Empfänglichkeit, Hingabe
- führt dies zur klassischen Opferrolle, zu Ohnmachtsgefühlen, Genussunfähigkeit,
Fixierung auf Sex
oder der Angst davor. > Unterdrückung
des eigenen Selbst, um es anderen recht zu machen > Verdrängung der
eigenen Gefühle > mangelnde Akzeptanz anderer, aufgrund
mangelnder Selbstakzeptanz > Abhängigkeit von Bestätigung durch
andere.
Wird
der Animus unterdrückt, führt dies zu Schüchternheit, mangelnde
Zielstrebigkeit, sich überall beliebt machen wollen, Kritiklosigkeit,
Beeindruckbarkeit, Mangel an
eigenen
Zielen,
mangelnde Willenskraft und Apathie.
Eine andere Art von Unterdrückung zeigt sich in Aggression, Übereifer,
Intoleranz, Dominanz, Machtmissbrauch, Willkür, Kontrollbedürfnis, auf
Abhängigkeit beruhende
Beziehungen, Selbstüberschätzung, Unersättlichkeit und sexuelle
Fixierung.
3.
Die Archetypen des männlichen und des weiblichen Prinzips
Die Frau muss sich zuerst mit ihrem inneren männlichen Kern
auseinandersetzen,
den
Animus. Beim Mann ist es sein innerer weiblicher Kern, seine Anima.
Danach
arbeiten sowohl
Mann als auch Frau mit den Energien ihres eigenen Geschlechts >
mit den Archetypen des männlichen, bzw.
des weiblichen Prinzips.
Die Arbeit mit diesen speziellen Archetypen ist vor allem zu Beginn sehr
intensiv. In der Anfangszeit können sehr starke Emotionen auftreten.
Danach beruhigt sich der Prozess
und nimmt einen gleichmäßigen Verlauf.
Der
Animus und die Anima werden auch als Seelenbilder bezeichnet. Sie sind in
allen Ausformungen und Wirkungen als eigenständige Personen ernst zu
nehmen
. Sie
sind eigen-
ständige Kräfte
im Unterbewusstsein.
Um
diese Kräfte zu bearbeiten, ist ein schrittweises Vorgehen sinnvoll:
1.
Kennenlernen der Anima oder des Animus
2.
ernst nehmen und als real akzeptieren
3.
mit diesen Kräften kommunizieren
4.
über aufsteigende Empfindungen nachsinnen
5.
sich von Anima und Animus unterscheiden zu lernen > Projektion zurücknehmen
Der Animus kann sich als alter Mann, als Weiser, als Zauberer, als Ritter
oder auch als kleiner Junge beim Meditieren zeigen.
Die Anima als weise Frau, als Hexe, als Hure, als Mädchen von nebenan,
also in vielfältigster Art, entsprechend dem Entwicklungsstand.
Lerne sie kennen und akzeptieren und frage sie, wie sie sich in deinem
Leben aus drücken möchten.
Dein
Seelenbild ist ein wichtiger Teil deiner Gesamtpersönlichkeit, jedoch
nicht dein Ich. Die Gefühle uind Gedanken, die im Zusammenhang damit
stehen, sind nicht deine!
Wenn du
das
einsiehst, lernst du dich mehr und mehr von deinem
Animus/deiner
Anima zu unterscheiden.
Du wirst dadurch feststellen, dass alle Männer, bzw. Frauen bisher nichts
anderes für dich verkörperten als deine eigene Männlichkeit/Weiblichkeit,
die du projiziert hast.
Kein Partner wird dich mehr an sich ketten können. Ebenso wenig kannst du
von einem Partner abhängig werden.
Durch
die Arbeit mit dem Seelenbild löst sich der Mann endgültig von der Mutter
und die Frau vom Vater. Erst
dadurch wird es möglich, die eigene Individualität zu spüren.
Im Alltag wird es so sein, dass du die Gefühle und Gedanken deines
Seelenbildes in einer entsprechenden Situation zwar wahrnimmst, aber nicht
mehr dadurch kontrolliert wirst.
Du kannst dich, wenn nötig distanzieren und gerätst nicht mehr in
Besessenheitszustände.
Desto
mehr du fortschreitest, desto differenzierter wird dein Seelenbild und erfüllt
seine wichtigste Funktion – die des Mittlers zum Selbst.
Der Archetyp des männlichen, bzw. des weiblichen Prinzips ergeben beide
zusammen das Selbst. Die Einheit beider ergibt Yin und Yang – das
Selbst. Alles Seien de entspringt
dieser Grundpolarität – der männlichen und der weiblichen Energie. Die
weibliche Hälfte entspricht dem Empfangenden, Aufnehmenden, Gebärenden.
Die männliche Hälfte ent-
spricht dem
Aktiven, Gebenden, Zeugenden. Alle Energien dieser Welt lassen sich diesen
beiden Grundenergien /Polaritäten zuordnen.
Erst
wenn die Frau den Mann in sich erkannt und die Frau in sich entwickelt
hat, und der Mann die Frau in sich erkannt und den Mann in sich entwickelt
hat, ist der Kanal zum
Hohen Selbst
frei.
Du solltest mit dem Animus solange arbeiten, bis eindeutige Symbole des
Yin-Archetypen in der personifizierten Gestalt der Zauberin, der
Priesterin, der alten weisen Frau, der
Erdmutter oder der Liebesgöttin, und beim Mann der des Helden, des Gurus,
des alten Weisen, des Einweihenden oder des Kriegers in Erscheinung
treten. Dies ist ein eindeutiges
Zeichen, sich mit dem eigengeschlechtlichen Aspekt auseinandersetzen zu müssen.
Auch hier gilt es, dass du die Kraft in dir kennenlernst und ihren
Einfluss auf dich verstehst.
Die
Archetypen der Seele - die Matrix und ihre
7 Elemente
Archetyp heißt in der
griechischen Wortbedeutung „das von Anfang geprägte“.
Die Seelenmatrix ist das ganz persönliche, individuelle Muster von
Grundelementen, das eine
Seele vor der geplanten Inkarnation zusammenstellt, um ihr
Entwicklungsziel, ihre
Aufgaben und Wünsche erfüllen zu können; und zwar wachstumsfördernd,
erkenntnisfördernd und liebesfördernd.
Die Seelenmatrix ist wie ein Gewand, das die Seele für die Dauer der
Lebensspanne in einem menschlichen Körper anlegt und wieder ablegt, wenn
sie den Körper wieder verlässt.
Erhalten bleiben jedoch zwei Faktoren – die archetypische, konstante
Seelenrolle und das sich nach und nach aufbauende Seelenalter.
Es gibt insgesamt 7 Elemente der Matrix:
1.
die Seelenrolle
2.
das Seelenalter
3.
das Entwicklungsziel
4.
das Hauptmerkmal der Angst
5.
der Modus
6.
die Mentalität
7.
das körperliche
Reaktionsmuster
5 Elemente davon können also beliebig mit diesen 2 Faktoren kombiniert
werden. Es gibt dabei etwa 15 Mill. Varianten. Sie umfassen alle Möglichkeiten
seelischer, geistiger und
materieller Entfaltung und das gesamte Potenzial des Menschseins.
I. Die essentielle
Seelenrolle
Sie
entspricht einer der 7 archetypischen Grundenergien:
1.
Heiler
2.
Priester
3.
Weiser
4.
Gelehrter
5.
König
6.
Krieger
7.
Künstler
Die essentielle Seelenrolle ist unser urtypisches Merkmal, das uns ermöglicht,
Leben aus einer bestimmten individuellen Perspektive zu erfahren.
Andererseits bildet sie archety-
pische
Verwandtschaftsverhältnisse mit all jenen auf der Erde und im Kosmos, die
dieselbe Essenz vertreten. Unsere Seelenmatrix mit den vielen
unterschiedlichen kombinierten
Einzelelementen bietet eine unverwechselbare, einzigartige Individualität
im menschlichen Körper und einen sinnvollen Beitrag zur menschlichen
Vielfalt in der unendlichen Einheit.
Die Essenz und das Seelenalter bilden den Hintergrund, den Vergleichsmaßstab,
an dem wir uns messen und begreifen können im Verhältnis zu anderen.
Die Kriterien für die Wahl einer dieser archetypischen Essenzen sind
eingebunden in die Zielsetzung der gesamten kosmischen Gesetzmäßigkeiten,
da sie eine übergeordnete Funk-
tion erfüllen.
Wenn die Essenz einmal gewählt wurde, bleibt sie gültig über alle
Dimensionen von Zeit und Raum hinweg.
Jede Einzelseele bestimmt zuerst das Entwicklungsziel, wenn sie sich auf
eine Inkarnation vorbereitet.
II.
Das Entwicklungsziel
Die
Entwicklungsziele sind:
1. Akzeptieren
2. Ablehnen
3. Beschleunigen
4. Verzögern
5. Herrschen
6. Unterordnen
7. Stillstehen
Die Entscheidung für eine bestimmte Rasse oder kulturelle Umgebung ist
davon abhängig, welches Entwicklungsziel sich die Seele gesetzt hat. Es
ist dann ein ganzes Leben lang
gültig.
Deshalb
erfordert es viel Sorgfalt, Konzentration und Überlegung in der Planung.
Es wird abgestimmt mit anderen Seelen der Seeelenfamilie, die zur Unterstützung
herangezogen werden.
Diese Seelengefährten sind bereit, jede Handlung zu vollziehen und
Entscheidungen zu treffen, die der Seele ihr Wachstum erleichtern und/oder
gewisse
Entscheidungen abverlangen,
um Anstrengungen zu unternehmen und Hindernisse zu überwinden. Denn
meistens macht die Seele große Entwicklungsschritte, wenn ihr einige
Widrig-
keiten präsentiert
werden.
Das Entwicklungsziel ist immer da in unserem Leben, wie ein Leuchtturm.
Egal ob wir es aktiv oder passiv leben, früher oder später werden wir es
erreichen. Wir können es auch in
einer anderen Inkarnation wiederholen.
III. Das Seelenalter
Das Seelenalter ist beim
Fortschreiten gebunden an das Ergebnis positiv gelebter Seelenstrukturen -
inwieweit der Mensch bereit ist, seine Matrix in den positiven
Polen zu erfüllen, wobei wir uns dem Potenzial der Liebe, das darin
enthalten ist, annähern.
Es gibt 5
Seelenzyklen:
1. Säuglingsseele
2. Kindseele
3. Junge Seele
4. Reife Seele
5. Alte Seele
Ein Inkarnationszeitraum mit 5 Zyklen dauert zwischen 6000 und 8000 Jahre.
Es gibt noch weitere beseelte Zustände eines Körpers, die nicht zum
Entfaltungsplan der
Einzelseele gehören:
1.Transpersonale
Seele
2.Transliminale Seele
Es
gibt weder ein Überspringen eines Zyklus, noch einen Rückschritt als
Strafe für spirituelle Trägheit oder sog. „böse Taten“.
Zusätzlich
zur Matrix gehören noch weitere Einzelelemente der Wahl:
-
der kulturelle
Hintergrund
-
die Eltern
-
die
Bereitschaft, bestimmten karmischen Verpflichtungen nachzukommen.
-
Vereinbarungen
mit anderen alten Seelengefährten, die sich gegenseitig auf beglückende
oder schmerzvolle Weise bei der Erreichung des Entwicklungszieles unterstützen.
IV.a.
Das Hauptmerkmal der Angst
Es ist ein notwendiger Faktor der seelischen Entwicklung und
Bestandteil des Seelenmusters.
Es
gibt 7 Hauptmerkmale:
1. Selbstverleugnung
2. Selbstsabotage
3. Märtyrertum
4. Starrsinn
5.
Gier
6.
Hochmut
7. Ungeduld
Die 7 Hauptmerkmale
verbergen die 7 Grundängste:
1. Angst vor Unzulänglichkeit
2. Angst vor Lebendigkeit
3. Angst vor Wertlosigkeit
4. Angst vor Unberechenbarkeit
5. Angst vor Mangel
6. Angst vor Verletzung
7. Angst vor Versäumnis
Von
der Grundangst wird man beherrscht. Das Hauptmerkmal besitzt zwei Pole.
Beide sind von Angst bestimmt. Der Pluspol ist gekennzeichnet von einer
Maske der Stärke und
Freundlichkeit und gibt sich in der Regel als Tugend aus. Es handelt sich
dabei aber um eine falsche Tugend, da wahre Tugend nie in der Angst
wurzelt.
Bei
der Zeugung eines Kindes bildet sich die Angst bereits heraus. Die Geburt
stellt dann einen ersten Anlass zu ihrer Verstärkung dar. Im frühen
Kindesalter werden dann die
Grundängste durch traumatische Situationen fixiert. Sie sind die
entscheidenden Motoren für unsere Handlungen und Reaktionen.
Eine
Auseinandersetzung mit unserer Grundangst und ihrem Hauptmerkmal fördert
Selbsterkenntnis und Klarheit. Es stärkt unsere Selbstliebe und erweitert
das Verständnis für
unsere Mitmenschen. Erkennen – Verstehen – Betrachten – und
Akzeptieren wird allen erheblich weiterhelfen, sich von Angst nicht mehr
beherrschen zu lassen, als es für die Ent-
faltung der Seele von Wert ist. Je weniger wir uns für unsere Angst
verachten, verurteilen und bestrafen, umso auffälliger können wir
betrachten, dass die Angst sanft hinweg-
schmilzt.
IV.b.
Das Nebenmerkmal der Angst
Das
zweite Merkmal das sich zum Hauptmerkmal der Angst gesellt, kommt erst im
Erwachsenenalter zum Tragen. Es umfässt die Bereiche Partnerschaft,
Kollegialität und die
Auseinandersetzung mit den Familienangehörigen.
Es ist eine psychische Notwendigkeit punktuell angstfreie Bereiche in die
Herrschaft der Angst mit einzubeziehen, Das Nebenmerkmal hat darüber
hinaus die Funktion, die
Führung
zu übernehmen, falls
das Hauptmerkmal transzendiert wird. Es erlaubt uns in einer Gesellschaft
weiterzuleben, die Angst zu ihrem inneren Führer gemacht hat. Doch
wird das
Nebenmerkmal nie die
Gewaltherrschaft wie das Hauptmerkmal ausüben. Das Nebenmerkmal zeigt
sich immer dann, wenn menschliche Beziehungen besondere Nähe
hervorrufen.
Seine zweite
Funktion ist die Regulierung von Distanz und Nähe.
V.
Der Modus
Der
Modus bestimmt die Art, wie man sein Entwicklungsziel erreicht, die Art
und Weise, wie man sein Leben am kraftvollsten führt. Die Modi haben
deshalb viel mit Lebens-
freude zu tun
und mit der Abmilderung allzu starker und heftiger Herausforderungen, die
die Seele sich oft im Überschwang ihres Inkarnationsmutes setzt. Der
Modus kann
also als
Korrektiv eingesetzt werden. Er ist auch das Temperament mit dem wir
unser Leben leben und gestalten, also die „Farbe“ in unserem
Leben...... Er unterstützt unsere
Zielfindung und
gibt uns weitere Impulse, wie wir unsere Energien am besten und
sinnvollsten einsetzen können, um das, was wir uns vorgenommen haben, zu
erreichen.
Die
Modi sind:
1.
Macht
2. Vorsicht
3. Leidenschaftlichkeit
4. Zurückhaltung
5. Aggressivität
6. Ausdauer
7. Beobachtung
Sie
haben ebenfalls einen Plus- und einen Minuspol. Immer wenn wir in unserer
Art und Weise, das Entwicklungsziel zu fördern, Freude empfinden, und
immer wenn mit dieser
Freude ein
Gefühl innerer Freiheit einhergeht, sind wir im Pluspol.
In der ersten Lebenshälfte werden wir mehr im Minuspol sein. Die zweite
Lebenshälfte wird umgekehrt verlaufen.
VI.
Die Mentalität
Die
Mentalität als Bestandteil der Seelenmatrix beschreibt die Einstellung,
die Haltung eines Menschen seiner individuellen Realität gegenüber und
auf die Welt so wie er sie ver-
steht.
Es handelt
sich dabei um Vorstellungen, die seiner mentalen Struktur entsprechen,
Gedankenmuster, Ideen, die er einsetzt, um seine Existenz und Wirklichkeit
zu begreifen.
Es ist ein mentales Gerüst an Sicherheiten, innerhalb dessen er sich
bewegt, ohne sich gezwungen zu sehen, seine Einstellungen und Überzeugungen
allzu häufig ändern zu müssen.
Denn eine solche Veränderung würde eine große Verunsicherung mit sich
bringen. Das Individuum kann zwar die Gewichtung und Schärfe seiner
mentalen Überzeugung verändern,
jedoch nicht
die Grundüberzeugung selbst.
Die
7 Mentalitäten sind:
1. der Idealist
2. der Skeptiker
3. der Spiritualist
4. der Stoiker
5. der Realist
6. der Zyniker
7. der Pragmatiker
Jede
der 7 Mentalitäten stellt ein System an Glaubenssätzen dar, von denen
die individuelle Wirklichkeit also geprägt wird, und zwar in einer Weise,
dass für den Einzelnen
feststeht: So und nicht anders ist es!
Die Mentalität des Individuums drückt sich nicht nur in Denkformen,
sondern auch in Gehirnströmen aus. Bei Menschen, die dieselbe Mentalität
besitzen, ergibt sich ein Empfinden
von Harmonie, Verbundenheit und Loyalität. Daher reden oft Menschen
aneinander vorbei, weil sie keine übereinstimmenden Muster produzieren.
VII. Das Zentrum und das
Reaktionsmuster
Bei der Zentrierung
handelt es sich um die Anbindung des Seelenmusters an die Physis. Es
treffen sich zwei Ebenen – die energetische und die physische.
Das Zentrum ist
der
Ort –
vergleiche das Chakra! – aus dem ein Mensch in erster Instanz reagiert.
Mit Reaktion
ist eine unmittelbare Antwort aus dem
Zentrum gemeint, auf eine Angst erregende
Situation oder neue Situation, das bei dem Menschen am besten und am
reibungslosesten funktioniert.
Das Reaktionsmuster besteht aus einer Kombination von zwei Zentren - der
Zentrierung und der Orientierung in einem Verhältnis von 70/30%.
Die
Reaktionsmuster dienten
ursprünglich dem Überleben. Sie wurden dann für Aufgaben frei, die das
Ausdrucksvermögen eines Menschen in die Gesellschaft hineintragen.
Die Zentren:
1. spirituell
2. intellektuell
3. ekstatisch
4. emotional
5. motorisch
6. sexuell
7. instinktiv
Die
Zentren bringen Reaktionsmuster hervor, wenn sie aus dem negativen Polen
heraus an die Außenwelt dringen, wie Missverständnisse und heimliche
Herablassung. Sie fördern
das Verhalten,
bei anderen das zu verachten und zu entwerten, was wir nicht so gut können
wie sie.
Der Intellektuelle ist geneigt, den Emotionalen herabzusetzen. Der
Emotionale dagegen bildet sich sehr viel auf seine Gefühle ein und
verachtet den Intellektuellen.
Derjenige,
der bewusst und lustvoll im Körper lebt, beneidet vielleicht den
Intellektuellen um seine Leistungen. Aber er wird ihm auch das Gefühl
vermitteln, dass er sich in
Regionen bewegt, die irreal sind.
Es ist wichtig, dazu zu stehen, wie unsere Zentren im Körper lokalisiert
sind. Wir sollten sie achten und fördern, ohne zu denken, dass wir anders
sein müssten.
Jeder Mensch kann während seiner Inkarnation Zugang zu den spirituellen
und ekstatischen Zentren erfahren.
Jedes
Einzelelement der Seelenmatrix verfügt über einen Plus- und einen
Minuspol. Es sind die Extreme von Liebe und Angst, die Endpunkte auf einer
Palette von möglichen Reak-
tionen
und Aktionen.
Der Pluspol ist keineswegs an sich gut und der Minuspol an sich nicht
schlecht. Es geht nicht darum, die Berührung mit dem Minuspol zu
vermeiden. Die Spannung ist notwendig, da
sie es ermöglicht,
frei zwischen zwei Polen zu schwingen. Dadurch erhöht sich die Frequenz.
Das Zusammenziehen und Entspannen des Energiefeldes durch die
Wechselbewegung zwischen den Polen ist eine notwendige Funktion von
Lebendigkeit und Wachstum. Ein Mensch
ohne Schatten
ist nicht lebendig. Daher gehören die Plus- und Minuspole des
Seelenmusters zu uns wie das Ein- und Ausatmen.
Ein geplantes Seelenmuster wird nie einen reinen Archetypus bilden, denn
zum Wachsen braucht die Seele die Berührung und Bekanntschaft mit
Energien, die von ihrer Essenz ver-
schieden sind.