Archetypen - Anima und Animus

1. Die Elternaspekte
Um sich nach dem Pubertätsalter als freies Individuum entwickeln zu können, muss ein Mensch sich von beiden Eltern lösen, gleichgültig, ob sie einen positiven oder negativen Einfluss auf das Kind hatten und in welchen Lebensalter er sich heute befindet.


Die Muster für die männlichen und weiblichen Aspekte in einem Menschen werden durch seine Reaktion auf die Vorbilder der Männlichkeit und der Weiblichkeit festgelegt, die seine Eltern ihm vorgelebt haben. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Teilen kann auf die verschiedensten Arten gestört sein, je nachdem, wie eine Person auf die Haltungen reagiert hat, die ihre Eltern ihrem eigenen Geschlecht gegenüber eingenommen haben. Da diese Muster sich unbewusst entwickeln, ist sich der Betreffende dieses Prozesses nicht bewusst und denkt, er handle bei seiner Partnerwahl immer als freies Individuum.
Das ideale Verhältnis der beiden Seiten eines Mannes ist dann vorhanden, wenn der männliche Teil dominiert und der weibliche Aspekt ihn unterstützt und mit ihm zusammen arbeitet. Bei einer Frau sollte der feminine Teil stärker sein, wobei der maskuline ihn im Hintergrund unterstützt.

 

                 2. Anima und Animus

                      Die Anima ist der Archetypus = Urbild des Seelenlebens und des Weiblichen.

                 Sie verkörpert alle weiblichen Seeleneigenschaften:

                 Hingabefähigkeit, Intuition, Gefühle und Ahnungen, Liebesfähigkeit, Nehmen, Natursinn, Empfänglichkeit, Mitgefühl, Fürsorge, Selbstliebe, Spiritualität, Verbindung, 

                 Vertrauen, Offenheit, Sexualität, Kreativität, Körperbewusstsein, Glaubenskraft, Freiheit, Würde, Verspieltheit, Leichtigkeit, Humor, Entzücken, Verantwortung, Frieden, 

                 Freude, Mut, Harmonie, Dienen, Demut, Dankbarkeit, Loyalität/Treue, Barmherzigkeit, Transformation, Reinheit, Loslassen, Annahme, Gelassenheit, Gnade, Geburt/Neubeginn.

 

                Der Animus ist der Archetypus des Seelenlebens und des Männlichen.

                Er verkörpert alle männlichen Qualitäten:

               Abenteuerlust, Macht, Tüchtigkeit, Kommunikation, Begeisterung, Stärke, Flexibilität, Ekstase, Bereitschaft, Charisma, Gehorsam, Schutz, Licht, Inspiration = göttl. 

               Führung, Einfachheit, Erleuchtung, Geduld, Zuversicht, Güte, Fülle, Wunder, Geben, Weisheit, All-Bewusstheit, Zielstrebigkeit, Bildung/Lernen, Heilung, Wahrheit,           

               Disziplin, Gerechtigkeit, Klarheit, Konzentration, Achtsamkeit, Selbstbewusstsein, Hoffnung, Aufrichtigkeit.

 

              Die Inkarnation des Adam erschuf das Urbild des unerlösten Animus auf Erden.

              Die Inkarnation der Lilith erschuf das Urbild der unerlösten Anima auf Erden.

 

             Die Anima entwickelt sich in der Auseinandersetzung des Mannes mit der Mutter oder weibl. Bezugspersonen und enthält alle Erfahrungen der weiblichen Ahnenreihe. Sie 

             repräsentiert die weibliche Seite des Mannes.

             Bei negativen Erfahrungen = negative Prägung:

             Depressive Verstimmungen, Launenhaftigkeit, Unzufriedenheit, Reizbarkeit, übertriebene emotionale Reaktionen, Überempfindlichkeit, Besessenheitszustände, Kontrollver-

             lust, Vernachlässigung, Selbstablehnung.

             Solch eine Anima flüstert dem Mann zu. Er sei unzulänglich > Folgen= Angst vor Impotenz, Lebensmelancholie, Einsamkeit, tiefe Depression.

             Die Anima realisiert sich jedes Mal, wenn der Mann einer Frau begegnet.

 

            Eine negative Anima muss bearbeitet werden. Es muss erkannt werden, dass sie sich vom wahren Ich unterscheidet. Die Projektion auf andere Menschen muss zurückgenommen 

            werden, dann kann sie sich nicht mehr zerstörerisch auswirken.

            Der Animus als Pendant zur Anima entwickelt sich in der Auseinandersetzung der Frau mit dem Vater oder männl. Bezugspersonen und enthält alle Erfahrungen der männ-

            lichen  Ahnenreihe. Er repräsentiert die männliche Seite der Frau.

            Bei negativen Prägungen: feste, unabänderliche Überzeugungen, Überzeugun gen werden mit einer gewissen Gefühlskälte und Eigensinnigkeit vertreten. Neigung zu Hochmut,

              Herablassung, Kampf, Machtausübung, Kontrolle etc.

            Ein negativer Animus flüstert der Frau zu, dass sie ein hoffnungsloser Fall sei, dass sich sowieso nichts ändert > Hoffnungs- und Sinnlosigkeit im Leben.

                Positiver Aspekt: schöpferische Qualitäten, Initiative, geistige Klarheit etc.

            Ein negativer Animus realisiert sich jedesmal, wenn eine Frau einen Mann begegnet > Projektion. Dieser negative Animus muss ebenfalls bearbeitet werden, da er sich sonst 

            zerstörerisch auswirkt.

            Wird die Anima unterdrückt – also Intuition, Empfänglichkeit, Hingabe - führt dies zur klassischen Opferrolle, zu Ohnmachtsgefühlen, Genussunfähigkeit, Fixierung auf Sex 

            oder der Angst davor. >  Unterdrückung des eigenen Selbst, um es anderen recht zu machen > Verdrängung der eigenen Gefühle > mangelnde Akzeptanz anderer, aufgrund 

            mangelnder Selbstakzeptanz > Abhängigkeit von Bestätigung durch andere.

               Wird der Animus unterdrückt, führt dies zu Schüchternheit, mangelnde Zielstrebigkeit, sich überall beliebt machen wollen, Kritiklosigkeit, Beeindruckbarkeit, Mangel an 

           eigenen Zielen, mangelnde Willenskraft und Apathie.

           Eine andere Art von Unterdrückung zeigt sich in Aggression, Übereifer, Intoleranz, Dominanz, Machtmissbrauch, Willkür, Kontrollbedürfnis, auf Abhängigkeit beruhende

           Beziehungen, Selbstüberschätzung, Unersättlichkeit und sexuelle Fixierung.

 

             3. Die Archetypen des männlichen und des weiblichen Prinzips

          Die Frau muss sich zuerst mit ihrem inneren männlichen Kern auseinandersetzen, den Animus. Beim Mann ist es sein innerer weiblicher Kern, seine Anima. Danach arbeiten sowohl 

          Mann  als auch Frau mit den Energien ihres eigenen Geschlechts > mit den Archetypen des männlichen, bzw. des weiblichen Prinzips.

          Die Arbeit mit diesen speziellen Archetypen ist vor allem zu Beginn sehr intensiv. In der Anfangszeit können sehr starke Emotionen auftreten. Danach beruhigt sich der Prozess 

          und nimmt einen gleichmäßigen Verlauf.

             Der Animus und die Anima werden auch als Seelenbilder bezeichnet. Sie sind in allen Ausformungen und Wirkungen als eigenständige Personen ernst zu nehmen . Sie sind eigen-

          ständige Kräfte im Unterbewusstsein.

             Um diese Kräfte zu bearbeiten, ist ein schrittweises Vorgehen sinnvoll:

       1.     Kennenlernen der Anima oder des Animus

       2.     ernst nehmen und als real akzeptieren

       3.     mit diesen Kräften kommunizieren

       4.     über aufsteigende Empfindungen nachsinnen

       5.     sich von Anima und Animus unterscheiden zu lernen > Projektion zurücknehmen

   

          Der Animus kann sich als alter Mann, als Weiser, als Zauberer, als Ritter oder auch als kleiner Junge beim Meditieren zeigen.

          Die Anima als weise Frau, als Hexe, als Hure, als Mädchen von nebenan, also in vielfältigster Art, entsprechend dem Entwicklungsstand.

          Lerne sie kennen und akzeptieren und frage sie, wie sie sich in deinem Leben aus drücken möchten.

             Dein Seelenbild ist ein wichtiger Teil deiner Gesamtpersönlichkeit, jedoch nicht dein Ich. Die Gefühle uind Gedanken, die im Zusammenhang damit stehen, sind nicht deine! 

          Wenn du das einsiehst, lernst du dich mehr und mehr von deinem Animus/deiner Anima zu unterscheiden.

          Du wirst dadurch feststellen, dass alle Männer, bzw. Frauen bisher nichts anderes für dich verkörperten als deine eigene Männlichkeit/Weiblichkeit, die du projiziert hast.

          Kein Partner wird dich mehr an sich ketten können. Ebenso wenig kannst du von einem Partner abhängig werden.

             Durch die Arbeit mit dem Seelenbild löst sich der Mann endgültig von der Mutter und die Frau vom Vater. Erst dadurch wird es möglich, die eigene Individualität zu spüren.

           Im Alltag wird es so sein, dass du die Gefühle und Gedanken deines Seelenbildes in einer entsprechenden Situation zwar wahrnimmst, aber nicht mehr dadurch kontrolliert wirst. 

          Du kannst dich, wenn nötig distanzieren und gerätst nicht mehr in Besessenheitszustände. Desto mehr du fortschreitest, desto differenzierter wird dein Seelenbild und erfüllt 

          seine wichtigste Funktion – die des Mittlers zum Selbst.

 

          Der Archetyp des männlichen, bzw. des weiblichen Prinzips ergeben beide zusammen das Selbst. Die Einheit beider ergibt Yin und Yang – das Selbst. Alles Seien de entspringt 

          dieser Grundpolarität – der männlichen und der weiblichen Energie. Die weibliche Hälfte entspricht dem Empfangenden, Aufnehmenden, Gebärenden. Die männliche Hälfte ent-

          spricht dem Aktiven, Gebenden, Zeugenden. Alle Energien dieser Welt lassen sich diesen beiden Grundenergien /Polaritäten zuordnen.

             Erst wenn die Frau den Mann in sich erkannt und die Frau in sich entwickelt hat, und der Mann die Frau in sich erkannt und den Mann in sich entwickelt hat, ist der Kanal zum 

          Hohen Selbst frei.

           Du solltest mit dem Animus solange arbeiten, bis eindeutige Symbole des Yin-Archetypen in der personifizierten Gestalt der Zauberin, der Priesterin, der alten weisen Frau, der 

          Erdmutter oder der Liebesgöttin, und beim Mann der des Helden, des Gurus, des alten Weisen, des Einweihenden oder des Kriegers in Erscheinung treten. Dies ist ein eindeutiges

         Zeichen, sich mit dem eigengeschlechtlichen Aspekt auseinandersetzen zu müssen.  Auch hier gilt es, dass du die Kraft in dir kennenlernst und ihren Einfluss auf dich verstehst.

 

 

Die Archetypen der Seele - die Matrix und ihre

7 Elemente

 

           Archetyp heißt in  der griechischen Wortbedeutung „das von Anfang geprägte“.

           Die Seelenmatrix ist das ganz persönliche, individuelle Muster von Grundelementen,  das eine Seele vor der geplanten Inkarnation zusammenstellt, um ihr Entwicklungsziel, ihre

           Aufgaben und Wünsche erfüllen zu können; und zwar wachstumsfördernd, erkenntnisfördernd und liebesfördernd.

           Die Seelenmatrix ist wie ein Gewand, das die Seele für die Dauer der Lebensspanne in einem menschlichen Körper anlegt und wieder ablegt, wenn sie den Körper wieder verlässt.

           Erhalten bleiben jedoch zwei Faktoren – die archetypische, konstante Seelenrolle und das sich nach und nach aufbauende Seelenalter.

 

           Es gibt insgesamt 7 Elemente der Matrix:

              1.       die Seelenrolle

2.     das Seelenalter

3.     das Entwicklungsziel

4.     das Hauptmerkmal der Angst

5.     der Modus

6.     die Mentalität

7.      das körperliche Reaktionsmuster                                          

 

         5 Elemente davon können also beliebig mit diesen 2 Faktoren kombiniert werden. Es gibt dabei etwa 15 Mill. Varianten. Sie umfassen alle Möglichkeiten seelischer, geistiger und

         materieller Entfaltung und das gesamte Potenzial des Menschseins.

 

 

      I.   Die essentielle Seelenrolle

            Sie entspricht einer der 7 archetypischen Grundenergien:

                   1.       Heiler

2.     Priester

3.     Weiser

4.     Gelehrter

5.     König

6.     Krieger

7.      Künstler

 

        Die essentielle Seelenrolle ist unser urtypisches Merkmal, das uns ermöglicht, Leben aus einer bestimmten individuellen Perspektive zu erfahren. Andererseits bildet sie archety-

        pische Verwandtschaftsverhältnisse mit all jenen auf der Erde und im Kosmos, die dieselbe Essenz vertreten. Unsere Seelenmatrix mit den vielen unterschiedlichen kombinierten

        Einzelelementen bietet eine unverwechselbare, einzigartige Individualität im menschlichen Körper und einen sinnvollen Beitrag zur menschlichen Vielfalt in der unendlichen Einheit.

        Die Essenz und das Seelenalter bilden den Hintergrund, den Vergleichsmaßstab, an dem wir uns messen und begreifen können im Verhältnis zu anderen.

        Die Kriterien für die Wahl einer dieser archetypischen Essenzen sind eingebunden in die Zielsetzung der gesamten kosmischen Gesetzmäßigkeiten, da sie eine übergeordnete Funk-

        tion erfüllen. Wenn die Essenz einmal gewählt wurde, bleibt sie gültig über alle Dimensionen von Zeit und Raum hinweg.

        Jede Einzelseele bestimmt zuerst das Entwicklungsziel, wenn sie sich auf eine Inkarnation vorbereitet.

 

           II.   Das Entwicklungsziel

            Die Entwicklungsziele sind:

                 1. Akzeptieren

                 2. Ablehnen

                 3. Beschleunigen

                 4. Verzögern

                 5. Herrschen

                 6. Unterordnen

                 7. Stillstehen

 

         Die Entscheidung für eine bestimmte Rasse oder kulturelle Umgebung ist davon abhängig, welches Entwicklungsziel sich die Seele gesetzt hat. Es ist dann ein ganzes Leben lang 

         gültig. Deshalb erfordert es viel Sorgfalt, Konzentration und Überlegung in der Planung. Es wird abgestimmt mit anderen Seelen der Seeelenfamilie, die zur Unterstützung

         herangezogen werden. Diese Seelengefährten sind bereit, jede Handlung zu vollziehen und Entscheidungen zu treffen, die der Seele ihr Wachstum erleichtern und/oder gewisse

         Entscheidungen abverlangen, um Anstrengungen zu unternehmen und Hindernisse zu überwinden. Denn meistens macht die Seele große Entwicklungsschritte, wenn ihr einige Widrig-

         keiten präsentiert werden.

         Das Entwicklungsziel ist immer da in unserem Leben, wie ein Leuchtturm. Egal ob wir es aktiv oder passiv leben, früher oder später werden wir es erreichen. Wir können es auch in

         einer anderen Inkarnation wiederholen.

 

      III.   Das Seelenalter

       Das Seelenalter ist beim Fortschreiten gebunden an das Ergebnis positiv gelebter Seelenstrukturen - inwieweit der Mensch bereit ist, seine Matrix in den positiven 

       Polen zu erfüllen, wobei wir uns dem Potenzial der Liebe, das darin enthalten ist, annähern.

              Es gibt 5 Seelenzyklen:

                   1. Säuglingsseele

              2. Kindseele

              3. Junge Seele

              4. Reife Seele

              5. Alte Seele

 

          Ein Inkarnationszeitraum mit 5 Zyklen dauert zwischen 6000 und 8000 Jahre. Es gibt noch weitere beseelte Zustände eines Körpers, die nicht zum Entfaltungsplan der 

          Einzelseele gehören:

                 1.Transpersonale Seele

            2.Transliminale Seele

             Es gibt weder ein Überspringen eines Zyklus, noch einen Rückschritt als Strafe für spirituelle Trägheit oder sog. „böse Taten“.

             Zusätzlich zur Matrix gehören noch weitere Einzelelemente der Wahl:

      -         der kulturelle Hintergrund

      -         die Eltern

      -         die Bereitschaft, bestimmten karmischen Verpflichtungen nachzukommen.

      -         Vereinbarungen mit anderen alten Seelengefährten, die sich gegenseitig auf beglückende oder schmerzvolle Weise bei der Erreichung des Entwicklungszieles unterstützen.

 

            IV.a.  Das Hauptmerkmal der Angst

        Es ist ein notwendiger Faktor der seelischen Entwicklung und Bestandteil des Seelenmusters.

            Es gibt 7 Hauptmerkmale:

                   1.  Selbstverleugnung

              2.  Selbstsabotage

              3.  Märtyrertum

              4.  Starrsinn

                 5.  Gier

                 6.  Hochmut

             7.  Ungeduld

 

             Die 7 Hauptmerkmale verbergen die 7 Grundängste:

                   1. Angst vor Unzulänglichkeit

              2. Angst vor Lebendigkeit

              3. Angst vor Wertlosigkeit

              4. Angst vor Unberechenbarkeit

              5. Angst vor Mangel

              6. Angst vor Verletzung

              7. Angst vor Versäumnis

              Von der Grundangst wird man beherrscht. Das Hauptmerkmal besitzt zwei Pole. Beide sind von Angst bestimmt. Der Pluspol ist gekennzeichnet von einer Maske der Stärke und

           Freundlichkeit und gibt sich in der Regel als Tugend aus. Es handelt sich dabei aber um eine falsche Tugend, da wahre Tugend nie in der Angst wurzelt.

              Bei der Zeugung eines Kindes bildet sich die Angst bereits heraus. Die Geburt stellt dann einen ersten Anlass zu ihrer Verstärkung dar. Im frühen Kindesalter werden dann die

          Grundängste durch traumatische Situationen fixiert. Sie sind die entscheidenden Motoren für unsere Handlungen und Reaktionen.

              Eine Auseinandersetzung mit unserer Grundangst und ihrem Hauptmerkmal fördert Selbsterkenntnis und Klarheit. Es stärkt unsere Selbstliebe und erweitert das Verständnis für

           unsere Mitmenschen. Erkennen – Verstehen – Betrachten – und Akzeptieren wird allen erheblich weiterhelfen, sich von Angst nicht mehr beherrschen zu lassen, als es für die Ent-

           faltung der Seele von Wert ist. Je weniger wir uns für unsere Angst verachten, verurteilen und bestrafen, umso auffälliger können wir betrachten, dass die Angst sanft hinweg-

           schmilzt.

 

            IV.b. Das Nebenmerkmal der Angst

              Das zweite Merkmal das sich zum Hauptmerkmal der Angst gesellt, kommt erst im Erwachsenenalter zum Tragen. Es umfässt die Bereiche Partnerschaft, Kollegialität und die

          Auseinandersetzung mit den Familienangehörigen.

          Es ist eine psychische Notwendigkeit punktuell angstfreie Bereiche in die Herrschaft der Angst mit einzubeziehen, Das Nebenmerkmal hat darüber hinaus die Funktion, die 

          Führung zu übernehmen, falls das Hauptmerkmal transzendiert wird. Es erlaubt uns in einer Gesellschaft weiterzuleben, die Angst zu ihrem inneren Führer gemacht hat. Doch 

          wird das Nebenmerkmal nie die Gewaltherrschaft wie das Hauptmerkmal ausüben. Das Nebenmerkmal zeigt sich immer dann, wenn menschliche Beziehungen besondere Nähe

           hervorrufen. 

          Seine zweite Funktion ist die Regulierung von Distanz und Nähe.

 

            V. Der Modus

             Der Modus bestimmt die Art, wie man sein Entwicklungsziel erreicht, die Art und Weise, wie man sein Leben am kraftvollsten führt. Die Modi haben deshalb viel mit Lebens-

         freude zu tun und mit der Abmilderung allzu starker und heftiger Herausforderungen, die die Seele sich oft im Überschwang ihres Inkarnationsmutes setzt. Der Modus kann 

          also als Korrektiv  eingesetzt werden. Er ist auch das Temperament mit dem wir unser Leben leben und gestalten, also die „Farbe“ in unserem Leben...... Er unterstützt unsere 

         Zielfindung und gibt uns weitere Impulse, wie wir unsere Energien am besten und sinnvollsten einsetzen können, um das, was wir uns vorgenommen haben, zu erreichen.

             Die Modi sind:

                   1.  Macht

              2.  Vorsicht

              3.  Leidenschaftlichkeit

              4.  Zurückhaltung

              5.  Aggressivität

              6.  Ausdauer

              7.  Beobachtung

             Sie haben ebenfalls einen Plus- und einen Minuspol. Immer wenn wir in unserer Art und Weise, das Entwicklungsziel zu fördern, Freude empfinden, und immer wenn mit dieser 

          Freude ein Gefühl innerer Freiheit einhergeht, sind wir im Pluspol.

          In der ersten Lebenshälfte werden wir mehr im Minuspol sein. Die zweite Lebenshälfte wird umgekehrt verlaufen.

 

       VI. Die Mentalität

             Die Mentalität als Bestandteil der Seelenmatrix beschreibt die Einstellung, die Haltung eines Menschen seiner individuellen Realität gegenüber und auf die Welt so wie er sie ver-

          steht. Es handelt sich dabei um Vorstellungen, die seiner mentalen Struktur entsprechen, Gedankenmuster, Ideen, die er einsetzt, um seine Existenz und Wirklichkeit zu begreifen. 

          Es ist ein mentales Gerüst an Sicherheiten, innerhalb dessen er sich bewegt, ohne sich gezwungen zu sehen, seine Einstellungen und Überzeugungen allzu häufig ändern zu müssen. 

          Denn eine solche Veränderung würde eine große Verunsicherung mit sich bringen. Das Individuum kann zwar die Gewichtung und Schärfe seiner mentalen Überzeugung verändern, 

          jedoch nicht die Grundüberzeugung selbst.

             Die 7 Mentalitäten sind:

                   1. der Idealist

              2. der Skeptiker

              3. der Spiritualist

              4. der Stoiker

              5. der Realist

              6. der Zyniker

              7. der Pragmatiker

               Jede der 7 Mentalitäten stellt ein System an Glaubenssätzen dar, von denen die individuelle Wirklichkeit also geprägt wird, und zwar in einer Weise, dass für den Einzelnen

           feststeht: So und nicht anders ist es!

           Die Mentalität des Individuums drückt sich nicht nur in Denkformen, sondern auch in Gehirnströmen aus. Bei Menschen, die dieselbe Mentalität besitzen, ergibt sich ein Empfinden

           von Harmonie, Verbundenheit und Loyalität. Daher reden oft Menschen aneinander vorbei, weil sie keine übereinstimmenden Muster produzieren.

 

              VII. Das Zentrum und das Reaktionsmuster

               Bei der Zentrierung handelt es sich um die Anbindung des Seelenmusters an die Physis. Es treffen sich zwei Ebenen – die energetische und die physische. Das Zentrum ist der 

           Ort –  vergleiche das Chakra! – aus dem ein Mensch in erster Instanz reagiert. Mit Reaktion ist eine unmittelbare Antwort aus  dem Zentrum gemeint, auf eine Angst erregende

           Situation  oder neue Situation, das bei dem Menschen am besten und am reibungslosesten funktioniert.

           Das Reaktionsmuster besteht aus einer Kombination von zwei Zentren - der Zentrierung und der Orientierung in einem Verhältnis von 70/30%. Die Reaktionsmuster dienten

           ursprünglich dem Überleben. Sie wurden dann für Aufgaben frei, die das Ausdrucksvermögen eines Menschen in die Gesellschaft hineintragen.

               Die Zentren:

                        1. spirituell

                  2. intellektuell

                 3. ekstatisch

                 4. emotional

                5. motorisch

                6. sexuell

                7. instinktiv

               Die Zentren bringen Reaktionsmuster hervor, wenn sie aus dem negativen Polen heraus an die Außenwelt dringen, wie Missverständnisse und heimliche Herablassung. Sie fördern 

           das Verhalten, bei anderen das zu verachten und zu entwerten, was wir nicht so gut können wie sie.

           Der Intellektuelle ist geneigt, den Emotionalen herabzusetzen. Der Emotionale dagegen bildet sich sehr viel auf seine Gefühle ein und verachtet den Intellektuellen.

              Derjenige, der bewusst und lustvoll im Körper lebt, beneidet vielleicht den Intellektuellen um seine Leistungen. Aber er wird ihm auch das Gefühl vermitteln, dass er sich in 

           Regionen bewegt, die irreal sind.

           Es ist wichtig, dazu zu stehen, wie unsere Zentren im Körper lokalisiert sind. Wir sollten sie achten und fördern, ohne zu denken, dass wir anders sein müssten.

           Jeder Mensch kann während seiner Inkarnation Zugang zu den spirituellen und ekstatischen Zentren erfahren.

              Jedes Einzelelement der Seelenmatrix verfügt über einen Plus- und einen Minuspol. Es sind die Extreme von Liebe und Angst, die Endpunkte auf einer Palette von möglichen Reak-

          tionen  und Aktionen.

          Der Pluspol ist keineswegs an sich gut und der Minuspol an sich nicht schlecht. Es geht nicht darum, die Berührung mit dem Minuspol zu vermeiden. Die Spannung ist notwendig, da 

          sie es ermöglicht, frei zwischen zwei Polen zu schwingen. Dadurch erhöht sich die Frequenz.

          Das Zusammenziehen und Entspannen des Energiefeldes durch die Wechselbewegung zwischen den Polen ist eine notwendige Funktion von Lebendigkeit und Wachstum. Ein Mensch 

          ohne Schatten ist nicht lebendig. Daher gehören die Plus- und Minuspole des Seelenmusters zu uns wie das Ein- und Ausatmen.

          Ein geplantes Seelenmuster wird nie einen reinen Archetypus bilden, denn zum Wachsen braucht die Seele die Berührung und Bekanntschaft mit Energien, die von ihrer Essenz ver-

          schieden sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 

 

    

 

 

 

 

 

                                                                                                                     

 

 

                                                          

                                          

 

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Stand: 30. Juli 2010